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Stand 20.05.2018
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Acrylamid - eine Gefahr?

Die Gesundheitsgefahr durch das Krebs erregende Acrylamid in Lebensmitteln ist offenbar größer als bisher bekannt. Dieser Stoff wird schon beim ganz normalen Kochen freigesetzt. Die Bevölkerung unterschätze die Gefahr, laut einer Expertise für den Verbraucherschutz-Ausschuss des Bundestages.

Wie groß ist die Gefahr durch Acrylamid? - Die wichtigsten Antworten

Stärke und hohe Temperaturen

Der Direktor des Instituts für Pharmakologie der Kölner Universität, Edgar Schömig, warnt in seinem Bericht für eine Anhörung vor dem Ausschuss heute vor einer falschen Sicherheit: "Für die Acrylamidbildung sind Stärke, Protein und eine hohe Zubereitungstemperatur notwendig. Alle Lebensmittelprodukte, die diese Kriterien erfüllen, bergen die Gefahr eines hohen Acrylamidgehaltes."

Gering belastete Lebensmittel nur in Maßen

Die Chemikalie sei nicht nur in Produkten wie Pommes Frites oder Kartoffelchips enthalten und könne auch durch den häufigen Verzehr von gering belasteten Lebensmitteln gefährlich werden. "Auch Produkte mit einem niedrigeren bis mittelhohen Gehalt an Acrylamid können erheblich zur Gesamtbelastung der Bevölkerung beitragen und bedürfen des Augenmerkes", sagt Schömig.
 

Acrylamid auch in Kosmetika

Am Wochenende war bekannt geworden, dass der Krebs erregende Stoff in vielen Kosmetika enthalten ist und vom Menschen in großem Umfang über die Haut aufgenommen wird. Einer Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung zufolge sind Kosmetika neben Lebensmitteln und dem Rauchen als Hauptquellen für die Acrylamid-Belastung beim Menschen festgestellt worden. Bisher war Acrylamid vor allem in Lebensmitteln wie Pommes-Frites, Knäckebrot und Kartoffelchips festgestellt worden.

 
Pommes-Hersteller einigen sich auf Richtwerte

Unterdessen haben sich die deutschen Produzenten von Pommes-Frites auf einheitliche Zubereitungstemperaturen geeinigt, um Acrylamid zu vermeiden. Künftig sollen die auf den Verpackungen angegebenen Richtwerte unter den bisherigen Temperaturen liegen, teilte das Bundesverbraucherministeriums mit. Damit soll die Freisetzung von Acrylamid deutlich reduziert werden. Forscher haben festgestellt, dass die Acrylamidproduktion von einer bestimmten Temperatur an drastisch zunimmt.

 
Maximaltemperaturen für Pommes

Künftig wollen alle Hersteller von Pommes-Frites empfehlen, ihre Produkte bei 175 Grad Celsius in der Fritteuse zuzubereiten. Bei Umluftbacköfen hätten sich alle Seiten auf 180 bis 190 Grad geeinigt, bei Ober- und Oberhitze sollten es maximal 200 Grad sein.

 

 

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